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Ratgeber

Algen im Aquarium erkennen

Ein paar Algen gehören zu jedem Becken. Wenn sie überhandnehmen, hilft es, den Typ zu kennen: Jeder deutet auf eine andere Ursache und braucht eine andere Behandlung.

Welche Algen hast du?

Tippe auf einen Typ, um die Sofort-Tipps zu sehen. Sie sind dieselben wie im Algenassistenten der App.

KieselalgenBrauner, staubiger Belag auf Scheibe, Boden und Blättern, lässt sich leicht abwischen

Was du sofort tun kannst

  • Meist ein normales Anfangsphänomen in jungen oder neu eingerichteten Becken und oft von selbst rückläufig.
  • Vorsichtig abwischen oder von Algenfressern (z. B. Otocinclus, Schnecken) abweiden lassen.
  • Die Beleuchtungsdauer nicht zusätzlich kürzen: Kieselalgen brauchen meist einfach Zeit und Einlaufphase.
GrünalgenGrüner Belag oder grüne Punkte auf der Scheibe und den Blättern, oder grünes Wasser

Was du sofort tun kannst

  • Betroffene Scheiben und Deko abwischen oder abschaben.
  • Beleuchtungsdauer prüfen und auf 6 bis 8 Stunden am Tag senken.
  • Einen Teilwasserwechsel machen, um Nährstoffspitzen abzupuffern.
Blaualgen (Cyanobakterien)Blaugrüner, schmieriger Film mit muffigem Geruch, lässt sich als Matte abziehen

Was du sofort tun kannst

  • Vorsichtig komplett absaugen. Nicht nur abwischen, sonst verteilen sich die Sporen.
  • Die Strömung im betroffenen Bereich erhöhen, Cyanobakterien mögen stehendes Wasser nicht.
  • Fütterung und organische Belastung kurzfristig reduzieren.
BartalgenDunkle, borstige Büschel an Blatträndern, Wurzeln und am Filterauslass

Was du sofort tun kannst

  • Befallene Blätter oder Deko-Teile wenn möglich entfernen oder gezielt abschneiden.
  • CO₂-Versorgung und ihre Konstanz prüfen: Schwankungen begünstigen Bartalgen.
  • Die Strömung an befallenen Stellen (z. B. am Filterauslass) leicht reduzieren.
FadenalgenLange grüne Fäden, die sich um Pflanzen und Deko wickeln

Was du sofort tun kannst

  • Fäden vorsichtig mit einer Bürste oder von Hand herausdrehen.
  • Düngung und Beleuchtungsdauer auf ein ausgewogenes Verhältnis prüfen.
  • Algenfresser wie Garnelen (z. B. Amanogarnelen) können unterstützen.

Warum Algen entstehen

Algen wachsen, wenn Licht und Nährstoffe da sind, die die Pflanzen nicht verbrauchen. Typische Ursachen:

  • Zu viel oder zu langes Licht: mehr als 8 bis 10 Stunden am Tag, oder Sonnenlicht aufs Becken.
  • Ungleichgewicht bei den Nährstoffen: viel Nitrat oder Phosphat bei wenig Pflanzenwachstum, oder umgekehrt ein Mangel, der die Pflanzen bremst (oft Eisen oder CO₂).
  • Schwankendes CO₂: begünstigt vor allem Bartalgen.
  • Junges Becken: Kieselalgen und Blaualgen treten in den ersten Wochen häufig auf und verschwinden mit der Zeit.
  • Wenig Strömung und viel Mulm: gut für Blaualgen.

Was du vermeiden solltest

Algenmittel bekämpfen das Symptom, nicht die Ursache, und die Algen kommen wieder. Viele Mittel enthalten Kupfer oder andere Stoffe, die Garnelen und Schnecken töten. Setze sie höchstens gezielt und nie in Becken mit Wirbellosen ein. Auch ein komplettes Abdunkeln über mehrere Tage schadet den Pflanzen oft mehr als den Algen.

Der Algenassistent in der App

In Aqualizer fotografierst du die Algen, die KI bestimmt den Typ und erstellt mit deinen Wasserwerten, Licht und Besatz einen Plan. Danach meldest du alle paar Tage, wie es aussieht. Die Sofort-Tipps und Check-ins sind kostenlos, Foto-Bestimmung und Plan kosten KI-Credits.

  • Typ per Foto bestimmen
  • Plan aus deinen Wasserwerten
  • Keine Kupfermittel bei Garnelen und Schnecken

Bald bei Google Play – jetzt schon testen

Häufige Fragen zu Algen

Welche Algen sind im Aquarium normal?

Ein leichter grüner Belag auf der Scheibe und etwas Aufwuchs auf Steinen sind normal. In neuen Becken sind Kieselalgen (brauner Belag) typisch und verschwinden meist nach einigen Wochen von selbst.

Wie werde ich Blaualgen los?

Blaualgen sind Bakterien. Sauge sie vollständig ab, statt sie nur abzuwischen, erhöhe die Strömung an den betroffenen Stellen und füttere weniger. Hilft das nicht, liegt oft ein Nährstoffungleichgewicht vor, zum Beispiel sehr wenig Nitrat.

Was hilft gegen Bartalgen?

Befallene Blätter entfernen und die CO₂-Versorgung prüfen: Bartalgen mögen schwankendes CO₂. Gleichmäßige CO₂-Zufuhr und gesundes Pflanzenwachstum drängen sie zurück.

Helfen Algenfresser?

Sie helfen gegen Aufwuchs, beseitigen aber keine Ursache. Garnelen wie Amanogarnelen fressen Fadenalgen, Schnecken und Otocinclus weiden Beläge ab. Otocinclus nur in Becken, die schon Monate laufen.

Soll ich das Licht ausschalten?

Die Beleuchtung auf 6 bis 8 Stunden am Tag zu begrenzen hilft bei vielen Algen. Tagelanges komplettes Abdunkeln schadet dagegen den Pflanzen und ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll.